À Cannes -
                       7A auf Sprachreise

In der Zeit von 10. bis 21. September 2001 verbrachten 13 SchülerInnen der 7A-Klasse unter der Begleitung ihrer Französisch Professorin, Mag. Gabriele Hofleitner, in Cannes um dort ihre Französischkenntnisse zu verbessern und die kulturellen Eigenheiten Frankreichs sozusagen am eigenen Leib zu erkunden.

Unsere Reise führte uns vom Flughafen in Linz via Zürich nach Nizza.Die Zeit im Flugzeug wurde von einigen SchülerInnen noch genützt um ihr über die Sommerferien etwas in Vergessenheit geratenes Französisch in letzter Minute aufzubessern und sich somit wenigstens in den grundlegendsten Dingen verständigen zu können. Während des Landeanflugs auf Nizza begann sich die Nervosität langsam zu steigern. Immerhin hatten wir ja nicht die geringste Ahnung bei welchen Familien wir die nächsten zwölf Tage verbringen würden. Mit kurzer Verspätung kamen wir in Nizza an, wo wir schon etwas ungeduldig von unseren Gastfamilien erwartet wurden. Wir wurden unseren "neuen Eltern" zugeteilt und von diesen nach Cannes kutschiert. Im Auto wurden wir also gleich mit etwas zu viel und vor allem zu schnellem Französisch konfrontiert-für viele von uns eine Zeit der totalen Sprachverwirrtheit!
Nachdem wir die Wohnungen erreicht und uns in unseren Zimmern einquartiert hatten, nützten einige SchülerInnen noch die Gelegenheit Cannes zu erkunden und sich im Meer ein wenig abzukühlen.

Der nächste Morgen war geprägt von eifrigem Informations- und Erfahrungsaustausch über unsere neuen Familien. Bis auf wenige Ausnahmen war jeder mit seiner Familie zufrieden: Zwei Mädchen waren bei einer Großfamilie untergebracht die ein wenig zu tierliebend war und somit auf engstem Raume mit einem halben Zoo zusammenleben musste, worunter die hygienischen Bedingungen litten. Zwei Burschen waren anfangs bei einer etwas zu aufgeschlossenen Frau untergebracht, die kaum zu Hause war, wenig Wert auf Nahrungsbeschaffung und Sauberkeit legte. Außerdem befand sich die Wohnung in einem etwas desolaten Zustand. Diese vier Schüler konnten aber noch am selben Tag problemlos die Familie wechseln.

In der ersten Woche fand unser Unterricht am Nachmittag statt. Somit hatten wir am Vormittag die Möglichkeit Cannes und Umgebung zu erkunden. Wir besichtigten beispielsweise die Altstadt «Le Suquet»,  von wo aus sich uns ein wunderschöner Ausblick auf die Stadt Cannes mit dem Festspielhaus, der Strandpromenade «La Croisette» und deren berühmten Hotels bot.

Den dritten Tag nutzten wir für einen Ausflug auf die Insel Ste. Marguerite,
auf der sich das Gefängnis des sagenumwobenen Mannes mit der eisernen Maske" befindet

Weiters unternahmen wir eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Cannes, der sogenannten «Croix des Gardes». Es war zwar ziemlich heiß, dafür wurden wir mit einem herrlichen Ausblick über das Meer belohnt.

Am darauffolgenden Tag führte uns unser Ausflug nach Antibes.

  
Dort  besichtigten wir das Picasso- Museum und besuchten anschließend einen Markt bei dem wir typisch französische Spezialitäten verkosten konnten.
   


Außerdem verbrachten wir einige wunderbare Stunden in Nizza. Einige von uns unternahmen eine Wanderung auf einen Aussichtspunkt, von wo aus wir eine grandiose Aussicht über die Stadt genossen, während sich die restliche Gruppe sofort in die nassen Fluten des Meeres stürzte, um den Sonnentag auszukosten.

Ein Ganztagesausflug führte uns vorbei an der Corniche d’Or, nach Port-Grimaud....

...und weiter nach St. Tropez, wo uns lediglich die teuren Jachten beeindruckten.


Die zweite Woche, in der der Unterricht dann jeweils am Vormittag stattfand, wurde vom einzigen etwas kühleren und regnerischen Tag unseres gesamten Aufenthalts eingeleitet, den wir damit verbrachten, Cannes unsicher zu machen, unsere Francs in Umlauf zu bringen oder die zahlreichen gemütlichen Cafes zu erkunden.

Einer der Höhepunkte unseres Aufenthaltes war der Ausflug nach Monaco. Fasziniert waren wir vor allem vom Musée Océanographique, dem Casino und den teuren Autos.





Weiters besichtigten wir
St. Paul de Vence,
ein malerisches Bergdorf,
und Gourdon.


In Grasse hatten wir die Möglichkeit eine Einführung in die Parfumherstellung im dortigen Unternehmen «Fragonard» zu erhalten, wobei unsere Nasen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ganz benebelt machten wir uns danach auf den Rückweg nach Cannes.
Trotz unseres dicht gedrängten Programms kam unsere Freizeit nicht zu kurz. Diese verbrachten wir sonnenhungrigen Österreicher meistens am Strand von Cannes, wo wir uns im wohltemperierten Meer abkühlen konnten, Sandburgen bauten oder spaßeshalber Wassergymnastik machten.



Unser Sprachunterricht, dreieinhalb Stunden täglich, wurde von einer jungen Französin namens Anne gestaltet, die uns auf Anhieb sympathisch war und die uns im Laufe dieser zwölf Tage richtiggehend ans Herz wuchs. Ständig gab es neue Konversationsthemen, unser Wortschatz wurde u. a. mittels Sprachspielen erweitert; wir sahen Filmausschnitte, hörten französische Chansons, erzählten, diskutierten, und niemals kam Langweile auf.





Unser Abendprogramm war nicht ganz so abwechslungsreich. Oft trafen wir uns am Strand, einmal waren wir in einer «Crêperie», wo wir die typisch französischen Crêpes verkosteten.
Überhaupt war der Sprachaufenthalt für viele von uns davon geprägt, Näheres über die Besonderheiten der französische Esskultur zu erfahren. So bekamen Anita und Anna beispielsweise Froschschenkel oder Wildschweinpastete vorgesetzt und waren zur großen Überraschung von uns allen begeistert davon.

Den letzten Tag verbachten die meisten von uns noch mit einer ausgedehnten "Badesession" am Strand von Cannes. Niemand wollte es wahrhaben, dass diese zwölf Tage so schnell vergangen waren, wo wir doch gerade begonnen hatten, uns halbwegs problemlos verständigen zu können. Dann ging es wieder heimwärts, von Nizza via Zürich nach Linz weiter nach Waidhofen wo wir 13 sonnengebräunten Jugendlichen von unseren Eltern erwartet wurden.

Diese Sprachreise war nicht nur ein unvergessliches Erlebnis für uns alle, sondern hat auch unsere Klassengemeinschaft noch enger zusammengeschweißt.

Auf diesem Wege möchten wir uns noch einmal bei unserer Professorin Mag. Gabriele Hofleitner für die hervorragende Organisation bedanken.

Natalja Teufel, 7A
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