Vom 21. - 23. Februar 2005 absolvierten 4 Lehrer unserer Schule einen Besuch an der EU- Partnerschule in Ostungarn, dem griechisch- katholischen Gymnasium (die einzig griechisch-katholische Privatschule in ganz Ungarn im weiterführenden Schulbereich) in der ca. 9000 Einwohner zählenden Kleinstadt in der Großen Ungarischen Tiefebene.
BRG - Lehrerdelegation begegnet im Rahmen eines EU-Schulprojektes der griechisch-katholischen Kirche Ungarns.
Unter dem Thema der Marienverehrung in der griechisch- katholischen und römisch-katholischen Kirche führt das BRG Waidhofen/Ybbs im laufenden Schuljahr ein EU-Sprachprojekt mit einer griechisch-katholischen Partnerschule in Hajdúdorog/Ungarn durch.
Nach dem Besuch einer ungarischen Lehrerdelegation im Oktober 2004 folgte nunmehr der Gegenbesuch der Waidhofner Kollegen in Hajdúdorog in Ostungarn. Unter der Leitung von Mag. Christian Sitz nutzten Mag. Teresa Kacprzak, Pfarrer Mag. Herbert Döller und Mag. Johann Kern das Projekttreffen in Ungarn, um einerseits die bisher geleistete Projektarbeit zu analysieren und Ideen auszutauschen, andererseits den bevorstehenden Schüleraustausch vorzubereiten. Während unsere Schüler/innen ihren Aufenthalt in Ungarn bereits im April absolvieren werden, wird der Gegenbesuch der ungarischen Schülergruppe im September erwartet.
Die österreichischen Lehrer waren begeistert von der ungarischen Gastfreundlichkeit und vom gebotenen Programm der ungarischen Kollegen/innen. Höhepunkte waren die Begegnungen mit dem Bürgermeister der Stadt Hajdúdorog, Kujbus Mihály, mit dem Rektor der theologischen Hochschule Nyíregyháza und dem Generalvikar der unierten Diözese, Dr. Pregun István, und der überaus freundliche Empfang beim Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche, Bischof Dr. Szilárd Keresztes .
Der Direktor der Schule, Tibor Leleszi und die Projektleiterin Pogácsás Csilla vermittelten sehr umfangreiche Einblicke in die momentane ungarische Schulrealität und in das Leben der griechisch-katholischen Kirche, welche es den österreichischen Lehrern ermöglichten, Details zu Schwerpunkten der Projektarbeit - wie die östliche Liturgie, die Ikonenmalerei und Ikonenverehrung - aus erster Hand zu erfahren. Ein abschließender Besuch der Wallfahrtskirche in Mariapócs - das Original des Gnadenbildes befindet sich seit der Zeit der Türkenkriege im Wiener Stephansdom - hinterließ bei allen Beteiligten tiefe Eindrücke.
Beide Schulen sehen in diesem Projekt eine einmalige Gelegenheit, die am 1. Mai 2004 neu der EU beigetretenen östlichen Nachbarn näher kennen zu lernen und möglicherweise auch in Zukunft enge Beziehungen zueinander zu pflegen. So kann dieses schulische Partnerprojekt auch als ein kleiner Beitrag zur Brückenkopffunktion unseres Landes zu den neuen Mitgliedsländern der erweiterten Europäischen Gemeinschaft gesehen werden - Europa ist nicht nur der Westen, sondern immer mehr auch der Osten, "es atmet mit zwei Lungenflügeln" (Papst Johannes Paul II.).